Ein kleines Dorf am Ildorel,
von Fischern, die Frieden wie Krieg nur zu gut kannten.
In Hütten aus Holz, aus Stein und Lehm lebten sie glücklich –
mit Freunden, Nachbarn, Verwandten.
Doch fern im Norden zog ein Gerücht durch die Nacht.
Ein Heer rüstet sich schon für eine grausame Schlacht.
Jedes Dorf auf ihrem Wege wird niedergebrannt,
sie kommen durch die stürmische See, durchs bergige Land,
nichts hält ihnen stand.
Im Dorf begann die Unruh’ leis zu wehn,
man sah die Fischer schweigend an den Ufern stehn.
Die Netze ruhten – Kinder brachte man in Sicherheit,
denn jeder spürte: Bald naht schreckliches Leid.
Dann brach der Morgen an, die Flüsse färbten sich rot,
die Fischer griffen nach allem, was sie fanden in der Not.
Mit Netzen, Stangen, Messern zogen sie in die Schlacht,
und stellten sich dem Sturm der Barbaren und ihrer Übermacht.
Doch als die Kräfte schwanden, Hoffnung kaum noch stand,
da hob sich fern ein Staubschleier überm Land.
Ein Priester kam, im Mantel weiß wie Licht,
und mit ihm ein Heer – das durch die Reihen der Barbaren bricht.
Schwer gebrandmarkt überstand das Dorf die Schlacht,
dank Priester Cobrin überlebten die Fischer die Nacht.
Doch er zog weiter, als er sah, dass neue Hoffnung bei den Überlebenden entfacht –
seitdem trägt das Dorf den Namen Cobrins Wacht.