Ein verrücktes Jahr ohne WS und Sommer CT - Bestandsaufnahmen

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    Wie geht's euch? Was gibt's Neues? Wie seid ihr durch das verrückte Scheißjahr gekommen? Was gab's Gutes? Was war schwer? Erzählt mal.

    Die Pandemie hat auch mein Leben verändert... nicht so drastisch wie bei anderen, was Sozialleben und Kontakte angeht, weil ich ja eh ein introvertierter Mensch bin, aber einiges fehlt auch mir inzwischen wirklich arg. Freunde, die nicht bewusst von Anfang an in der Bubble waren nur ganz selten sehen - oder eben überhaupt erst, seit sie geimpft sind (weil im Gesundheitswesen), die Familie wenn überhaupt nur draußen und lange selbst dort nur mit Maske. Mal Essen gehen, Zoobesuche, Ausflüge... Dinge, die ich diesen Sommer gern mit meinem Lieblingshäschen Emmi (Kizus Kleine) machen würde und die einfach nicht gehen werden, so lang der Zwerg noch nicht geimpft ist, das Training, das nicht stattfinden kann mit den Vierbeinern... solche Dinge. Und die Hiobsbotschaften aus aller Welt wie vor der eigenen Haustür, die inzwischen mit schöner - oder eher nicht so schöner - Regelmäßigkeit über einen hereinbrechen, die tun ihr Übriges. Neues gibt's in meinem Leben kaum, außer dass meine Mädels jetzt beide groß, erwachsen und ausgezogen sind. Mein Geburtstag war ein echter Tiefpunkt dieses Jahr - da ja immer nur 1 Person aus einem anderen Haushalt kommen darf, war Rabea Vormittag hier und Michele Nachmittags... ich fand's ziemlich furchtbar, auch wenn ich mich natürlich gleichzeitig gefreut hab, sie wenigstens mal kurz zu sehen. Aber die Schwiegersöhne in spe mussten zu Hause bleiben und die Jungs haben mir gefehlt. Patrick kennt ihr ja, Mimis neuen Freund würdet ihr alle mögen. Ich hoffe, euch geht's allen gut, keiner von euch hat das blöde Drecksvirus erwischt und auch niemand, der euch lieb ist. :grouphug:


    EDIT: Fast hätt ich's vergessen - keine LARPS :-<:-<:-<:o

    Me? I'm dishonest, and a dishonest man you can always trust to be dishonest. Honestly. It's the honest ones you want to watch out for, because you can never predict when they're going to do something incredibly... stupid.
    Captain Jack Sparrow

    • Offizieller Beitrag

    Jetzt hat die Nan mir meine einzigen News der letzten 1,5 Jahre vorweg genommen :o


    Also, die Pandemie hab ich bis jetzt zu einem Teil im Berufsverbot/Mutterschutz und dann in Elternzeit verbracht. Im Juli letztes Jahr hab ich die kleine (definitionssache) Emilia auf die Welt bringen dürfen, die jetzt, fast 10 Monate alt ( 8-; wo die Zeit nur hingeht) ein kleiner Sonnenschein mit Chaos-Potential ist. Allerdings hatte ich mir die Elternzeit schon ein bisschen anders vorgestellt... so mit dauernd in irgendwelchen Cafés rumhängen, Leuten mit dem Kinderwagen im Weg rumstehen und gaaaanz vielen Leuten diesen kleinen Menschen unter die Nase halten.. Schlimm war aber tatsächlich, dass meine Eltern die Kurze erst kurz vor Ostern auf einem recht spontanen Besuch kennenlernen durften. Berlin war im Winter jetzt bissl No-Go- Area für mich :-((

    Und die kleinen Auszeiten der Woche fehlen mir arg; mal einfach durch die Stadt schlendern, irgendwo einkehren, weiterlatschen.

  • Erstmal: :grouphug:


    Und Gratulation zu den großen und kleinen Weltenstadt-Nachwüchsen :hug:

    Ich bin letztes Jahr nach München zu meinem Freund gezogen. Also zumindest ein Großteil der WS-Bayern-Brigade ist jetzt näher an mir dran. Eigentlich dachte ich ja, dass ich euch so häufiger sehen kann.. Aber das kommt ja hoffentlich bald :)


    Abgesehen davon nagt Corona grad an meinen Nerven. Ich bin mittlerweile seit 13 Monaten im Homeoffice und sehe so in echt eigentlich niemanden mehr regelmäßig (abgesehen von meinem Freund, natürlich xD ) - hier und da mal einzelne Freunde, aber das auch zu selten. Und nach dem ganzen Tag am PC in meiner Wohnung mit Video-Calls und allem möglichen, hab ich abends auch keine große Lust mehr auf private (Video-)Telefonate. Selbst meine Freunde in München hab ich noch nicht alle besuchen können, weil die in der aktuellen Situation auch nicht unbedingt Zeit/Nerven haben. Und München an sich konnte ich auch noch nicht erschließen. Also kenne ich die Stadt, in der ich seit fast einem Jahr wohne, kaum..

    Gleichzeitig freue ich mich natürlich, dass immer mehr Leute in meinem Umfeld geimpft sind. Allerdings sehe ich für mich noch keine Impfung am Horizont, was es nochmal eins anstrengender macht..


    Aber alles in allem ist bei mir alles gut. Ich konnte die ganze Zeit durch arbeiten, meine Firma gibts noch, und ich hatte keine großen Trauma durch die Pandemie. Aber langsam ist mal gut und die Pandemie kann man fertig sein :uglysweet:

  • Ich kann gar nicht viel schreiben, bei uns hat sich nix interessantes getan im letzten Jahr.

    Für mich hat sich eh nichts geändert (ich sitze sowieso nur zuhause rum, vor C auch schon) und Udo konnte ganz normal weiter arbeiten.

    Trotzdem, dass ich so ein Stubenhocker bin fehlen mir schon einige Dinge... mal spontan Freunde besuchen, Abends mal schön Essen gehen, Kino, Theater und Konzerte, Urlaubsreisen, ...

    Hoffentlich geht das mit der Impferei bald mal etwas schneller voran. In unserer erweiterter Familie sind alle schon (zumindest 1x) geimpft, außer Udo und ich, wir warten mit unserer Prio 4 wahrscheinlich noch ein paar Monate. 8-|

  • Also mein Leben hat sich im letzten Jahr ziemlich auf den Kopf gestellt, aber im Positiven trotz Corona. Zum einen haben mein Lebensgefährte und ich nach 13 Jahren im Oktober geheiratet. Im kleinen Rahmen und im Freien, einfach perfekt ;-). Und diesen Jänner ist mein Sohn zur Welt gekommen.


    Beruflich hat sich die Pendelei schon seit Beginn der Pandemie erledigt, haben nur mehr im Home Office gearbeitet, einerseits angenehm aber auch zum Teil ein bisi öd. Online Konferenzen grafisch begleiten ist faaaad. Aber das ist jetzt auch mal Geschichte, bin 2 Jahre in Karenz, dann schau ma weiter.


    Freizeit technisch hat sich nicht so viel geändert in dem Jahr was Corona geschuldet wäre. Reiten ging ja weiterhin, Schwertkampf wäre ob der Schwangerschaft ohnehin flach gefallen, ja Kino und essen gehen sind weggefallen aber das war eigentlich eh nicht so oft der Fall.


    Leider hat uns alle im Haus der Corona Virus erwischt, sind aber glimpflich davon gekommen, meiner einer fast symtomlos. Glück im Unglück sozusagen.

    • Offizieller Beitrag

    Das liest sich ein bisschen wie das klassiche Beispiel von "wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus" Aurian. Schön zu lesen, dass dein Leben sich der Pandemie zum Trotz so schön für dich/euch entwickelt hat und auch hier nochmal herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs. Gott sei Dank habt ihr alle Corona gut überstanden :grouphug:

  • Ich finde ja, das sollte eigentlich heißen "wenn dir das Leben Zitronen gibt, dann mach Gin Fizz draus! " oder "..., dann wirf sie weg und kauf dir Schokolade!" :na:


    Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs Aurian! :soppy:

    • Offizieller Beitrag

    Ooooh..... das ist bestimmt mindestens zwanzig Jahre her, dass ich einen richtig guten Gin Fizz hatte... hmmm :upsido:

  • Hallo, und erst einmal herzlichen Glück zu all den neuen Weltenstadt-Minis.


    Uns geht's soweit gut. (Auch wenn uns die Jüngste unlängst den Schreck unseres Lebens eingejagt hat.) Dror arbeitet seit Beginn der Pandemie vornehmlich im Home-Office und ich war die meiste Zeit mit Homeschooling beschäftigt. In Deutschland waren wir zuletzt Sommer 2019. Omas und Opas sowie sonstige Verwandte und Freunde werden folglich mittlerweile extrem vermisst. Und auch wenn ich jetzt nicht so der Social Butterfly und eher introvertiert bin, so hat es mich doch arg mitgenommen dass meine ohnehin eher kleine Blase quasi auf meine Familie und gelegentliche Kontakte zu Dritten (Arzt, Apotheker, Erzieher...) geschrumpft ist, seid unsere engsten Freunde Ende vergangenen Jahres nach Deutschland zurückgezogen sind.


    Aus Ermangelung anderer Zeitvertreibe habe daher irgendwann begonnen das Jahr zu nutzen um abzunehmen und dabei quasi nebenher angefangen meine (bzw unsere) Ernährung immer mehr auf vegetarische bzw vegane Küche umzustellen. Außerdem habe ich meine alten Aquarellfarben ausgebuddelt und wieder begonnen ein wenig damit herumzupinseln.


    Mittlerweile kehren wir allerdings im Schneckentempo zu so etwas wie Normalität zurück. Die Kinder gehen wieder in die Schule bzw Daycare, wir haben beide unsere zwei Impfungen, Ausflüge in den Zoo und die umliegenden Metro-Parks sind möglich und dank Delivery bzw Curbside Pickup braucht auch aufs Essen vom Lieblingsrestaurant nicht verzichtet werden. Urlaub in Deutschland ist aber wohl trotzdem erst wieder 2022 angesagt...

    • Offizieller Beitrag

    Karamaneh Geht mir genau so mit der Introvertiertheit und der geschrumpften Blase, kann ich gut verstehen :hug: Kann mir gut vorstellen, dass es nochmal ein Stück schwieriger ist, wenn die Familie sich dann auch noch auf zwei Kontinente verteilt :uglysad:

  • @Nininae Ja, ist echt Käse. Ich brauche echt nicht viele Menschen um mich rum, aber jetzt wo es praktisch nur noch uns vier gibt, ist es doch hart. Da freue ich mich plötzlich tatsächlich über die 5 Minuten am Busstop wo ich mich mal kurz mit ein paar anderen Erwachsenen unterhalten kann, selbst wo ich sonst quasi kaum was mit denen zu tun habe. :zany:

    Und unsere alte Daycare hat mittlerweile auch geschlossen, weil die Besitzerin ist in den Ruhestand gegangen ist und nun Up North zieht. Damit fallen selbst die Kontakte weg. Wir haben zwar schon eine neue Daycare, aber die ist halt nicht mehr so persönlich, und durch Corona sind die Kontakte da halt auch auf ein Minimum zwischen Tür und Angel beschränkt...


    Und die Trennung von unseren Familien ist schon schlimm. Da mache ich mir ständig Sorgen, weiß aber gleichzeitig, dass ich absolut nichts tun kann. Nicht mal "eben schnell" rüberfliegen geht im Moment. Zum Glück gibt's wenigstens Skype.

  • Hey Leute,


    so langsam sehe ich auch wieder Land und will mich wieder aktiver im Forum beteiligen.


    Das letzte Jahr in der Pandemie habe ich hauptsächlich zu Hause verbracht - heißt, bin im Home Office seit März letzten Jahres und konnte mich in meinem Job weiter entwickeln - was alles Vor- und Nachteile hat. Ein Vorteil ist, dass ich dadurch mehr Zeit für mein Töchterchen habe (die letzten Monat erst ihren 12. Geburtstag gefeiert hat - und wenn ich mich recht erinnere, habe ich das letzte Mal an einem WS CT teilgenommen, als sie noch ein Baby war :o ) und sie nach der Schule statt in den Hort einfach nach Hause gehen kann - und ein Nachteil, dass ich mich damit sehr viel weniger bewege, weil ich sonst immer täglich bei jedem Wetter mit dem Rad zur Arbeit und zurück gefahren bin. Jetzt befindet sich mein Arbeitsplatz ca. 1 Meter von meinem Bett entfernt.


    Mit Homeschooling läufts hier eher mittelmäßig, weil wir das Kind und uns selbst immer wieder dazu motivieren müssen, die Schularbeiten zu erledigen. Sie werden natürlich alle erledigt, aber viel zu oft sitzen wir noch Sonntagabend dran, was doch sehr an den Nerven zerrt. Der Präsenzunterricht findet hier alle 2 Wochen statt, inklusive Schnelltests in der Schule.


    Abseits von der Einhaltung der Corona-Regeln ist meine Familie bisher glücklicherweise von Covid 19 verschont geblieben. Geimpft sind wir noch nicht, aber das werden wir dann demnächst in Angriff nehmen.


    Jedoch ist mein Vater letzte Woche an multiplen Organversagen (als Folge einer Leberzirrhose im Endstadium) verstorben :(.

    Neben der Trauerbewältigung muss ich mich allein (zusammen mit Sile) um die Organisation der Bestattung kümmern, etc. und mich mit dem Untermieter meines Vaters auseinandersetzen, was ziemlich kraftraubend ist. :(

    Als einzige unterhaltspflichtige Angehörige habe ich außerdem die A****karte und muss die Bestattungskosten (trotz Erbausschlagung) tragen, da mein Vater für diesen Fall keine Vorsorge getroffen und nur Schulden zu vererben hat. Ich kann nur empfehlen eine Sterbegeldversicherung abzuschließen, damit sich die eigenen Angehörigen nicht mit den Bestattungskosten verschulden (falls kein ausreichendes Vermögen vorliegt). Das steht zumindest bei uns auch demnächst auf dem Plan.

    • Offizieller Beitrag

    Karamaneh Ja, kann ich mir vorstellen. Noch dazu als Vollzeitmama - so sehr man die Kleinen auch liebt - da braucht man ab und zu einfach eine Konversation mit anderen Erwachsenen, sonst geht man irgendwann die Wände hoch.

    Cay Oh mann.... erstmal mein herzliches Beileid. Ich kann mir vorstellen, dass das wirklich sehr unschön und kräftezehrend war. Fühl dich einfach mal gedrückt :hug:
    Ich glaub aber, wenn man als Bestattungspflichtiger kein ausreichendes Vermögen besitzt und der Verstorbene auch nichts hinterlässt, kann man beim Sozialamt einen Antrag auf Zuschuss und/oder Bestattungskostenübernahme stellen :-?

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  • Niniane

    ich weiß, nur sind meine Chancen auf Kostenübernahme (in Berlin gibt es nur einen Pauschalbetrag) beim Sozialamt sehr sehr gering, da ich ein regelmäßiges Einkommen mit einigen Zuschüssen habe. Ich müsste (verständlicherweise) alle Informationen über mein Einkommen/Vermögen und die meines Vaters preisgeben und die Prüfung des Antrags auf Kostenübernahme dauert lt. der Bestatterin recht lange (da aktuell durch die Pandemie mehr Menschen sterben als sonst, zieht sich das noch länger). Dafür habe ich tatsächlich keinerlei Nerven mehr und beiße daher lieber in den sauren Apfel, halte die Kosten so niedrig wie möglich und bezahle sie.

    Ein Lichtblick: Meine Mutter (nicht bestattungspflichtig, da geschieden) leiht mir glücklicherweise den Großteil des Geldes und ich kann den Betrag stückweise und in Ruhe zurück zahlen. Die Bestatterin hat mir ebenfalls angeboten, den Betrag in zwei Raten zu bezahlen, was mir auch schon sehr hilft.

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