Herrensitz der MacFóghnan in den Drachenlanden

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  • Herrensitz der MacFóghnan

    – befindlich im Lehen Tuathcoille des freien Herzogtums Hochwald – Drachenlande



    Zwischen Loch Deire und Loch Ìmmuir, circa eine Wegstunde Nordöstlich von Deireadh, liegt das ausladende Gut des Clans der MacFóghnan in Sichtweite des Beinn Deire. Obwohl man es von der alten imperialen Waldstraße aus über einen recht verwucherten, dunklen Waldweg erreichen kann und der Herrensitz früher von großer Bedeutung war, so sind es selbst als auch seine Bewohner fast in Vergessenheit geraten (sieht man von den regelmäßigen Besuchen des Eintreibers der Holz- und Blutzehnte des Clans der Ó Daire einmal ab, der sich noch ziemlich genau zu erinnern scheint).


    Die Straße zum Herrenhaus ist nicht mehr als eine Karrenspur im niedergedrückten Farnkraut des umgebenden Waldes, und wird nur in sehr unregelmäßigen Abständen frei geschnitten. Tiefer, dunkler Wald mit hohen alten Bäumen und dichtem Unterholz umgibt das Anwesen zu allen Seiten, jedoch können die Baumreihen nicht bis an das Schloss heranreichen, da es komplett von Moor umgeben ist und somit auf einer weitläufigen natürlichen Lichtung steht.
    Nur das Gebäude sowie der daran anschließende Park sind noch auf ebenem Untergrund erbaut beziehungsweise gepflanzt worden, werden jedoch von keiner Mauer oder Zaun umgeben, sodass sich das Anwesen harmonisch in die raue düstere Landschaft einfügt. Die Übergänge zu trügerischem Moor sind fließend, sodass man den symmetrisch angelegten Park nicht alleine verlassen sollte.


    Die Zufahrt


    Folgt man also der „Straße“ zum Herrensitz, so gelangt man (dort wo der Wald sich lichtet und das Moor beginnt) auf eine geschotterte Zufahrt, die einen direkt an die Südseite des Anwesens führt. Der geschotterte Weg teilt sich kurz vor dem Eingangstor (welches die Distel des Hauses auf der einen Türseite sowie den Elch der Familie Kameron auf der anderen Seite zeigt) zu einem Kreuz auf: der mittlere Teil führt weiter zum Eingangstor, wohingegen sich der zu beiden Seiten abzweigende Teil des Weges am Anwesen entlang bis in den Park zieht. Vor dem Haupttor stehen nur wenige gepflanzte Büsche und kleine Bäume, welche gerade so hoch sind, dass man aus den großen Fenstern ohne Sichtbehinderung auf den Vorplatz schauen kann.


    Der Park


    Im Park hingegen sind weder Bäume noch Sträucher beschnitten. In vier großen Rechtecken gepflanzt bilden riesige alte Oleander-, Rhododendron- und Hortensienbüsche einen dichten Baldachin über bodendeckenden Pflanzen wie Storchschnabel, Winterlieb, Heidekraut und Anemonengewächsen. An den helleren Standorten finden sich Azaleen, Kamelien und zum Teil aus den Moorgebieten eingewandertes Wollgras. Die Pflanzen des Parks wurden so ausgewählt, dass sie möglichst wenig Pflege und Rückschnitt brauchen und auf den sauren Böden gut zurecht kommen. Auch sind nur wenig laubabwerfende Pflanzen dabei, sodass der Park zu jeder Jahreszeit begrünt ist. Im Frühjahr und Sommer erblüht er in den schönsten Farben wie lila, rosa, gelb und blau, die im krassen Kontrast zu den sonst vorherrschenden Grün-, Braun- und Grautönen der umgebenden Landschaft stehen.


    In der Mitte des Parks befindet sich ein großer Springbrunnen aus grauem Stein mit einem tiefen, seerosenbewachsenen Becken aus dessen Mitte eine Empore mit einem Kelch entspringt, aus dem beständig Wasser in das Becken darunter plätschert. Um das Becken herum wachsen große, dornenbewehrte Wolldisteln, deren starkes grün und das betörende lila der feinen Röhrenblüten zahlreiche Insekten anlockt. Diese Disteln werden jedes Jahr neu gepflanzt, da sich sonst ihr kräftiger Wuchs verliert und sie nicht mehr so üppig wachsen. Generell kommt der Distel im Hause MacFóghnan eine zentrale Rolle zu, ist sie doch im Wappen des Hauses, sowie im Leitspruch „Chan eil beantuinn an cluaran!” (Berühre nicht die Distel!) verewigt.


    Der Herrensitz


    Das zentrale Gebäude des Schlosses des Familiensitzes der MacFóghnan wird durch einen viergeschossigen quadratischen Turm gebildet. Diesem schließen sich rundherum vier Flügel an und bilden um diesen zentralen Turm ein schützendes Quadrat, an dessen Ecken vier Rundtürme mit Spitzbogenfenstern stehen. Auf diesen Ecktürmen befinden sich als Kegelhelm bezeichnete Dächer aus dunklem Schiefer. Zinnen und Pechnasenreihen am Mittelturm als auch an den Ecktürmen dienten seit jeher nur der Verzierung und nicht der Wehrhaftigkeit. Alle Gebäude sind aus hellem Granit gebaut.


    Das Innere des Turms wird im Erdgeschoss von einem einzigen großen Saal eingenommen, dessen Deckenhöhe 21 Schritt beträgt und somit der höchste Raum im ganzen Anwesen ist. Dieser Saal wird auch als Thronsaal bezeichnet und ist sowohl Arbeits-, Studier- als auch Empfangszimmer des Hausherren sowie der Hausherrin.

    Es wird von acht Kronleuchtern erhellt, die an Seilzügen unter die Decke gezogen beziehungsweise zum Neubestücken der Kerzen oder zum Putzen des Kristalls herabgelassen werden können. Die Wände werden vollkommen durch eine riesige Waffensammlung eingenommen, sodass sich kaum die eigentliche Wandfarbe erkennen lässt, so eng sind Schwerter, Streitkolben, Piken, Schilde, Bögen und Äxte in jeglicher Form und Farbe angeordnet. Zusätzlich sind diverse Rüstungen aus unterschiedlichen Zeitaltern und von unterschiedlichen Völkern zur Schau gestellt. Die Mitte des Raumes wird jedoch von einem langen Tisch eingenommen, an dem bis zu dreißig Personen Platz finden können. Solch eine Masse an Mensch hat das Schloss jedoch schon lange nicht mehr beherbergt, daher sind meist nur die unteren Reihen mit 5-6 Stühlen regelmäßig besetzt. Drei Türen führen in den genannten Thronsaal. Die Eingangstür an der Südseite des Raumes, die Tür zu den Obergeschossen im Norden sowie eine Tür im Westen, welche zum Küchentrakt (befindlich im äußeren Quadrat) führt.

    Im ersten Stock befindet sich die Kammer der Hausherrin sowie eine kleinere Kammer für zwei Zofen, die jedoch nicht benutzt wird.

    Im zweiten Stock befindet sich die Kammer des Hausherren und seines Gillies (eine Art Leibwächter).

    Der dritte Stock wird von einer alten, reichhaltigen Bibliothek eingenommen. In ihr hält sich jedoch kaum jemand auf. Einer der Vorfahren des Hausherren war passionierter Sammler rarer Bücher und Schriftrollen, doch der aktuelle Herr ist nicht sonderlich für geschriebenes Wort zu begeistern. Die einzigen Bücher, die er studiert hat, sind Schlachtstrategien, Giftkunde und manch schwarzmagische Schriften, über deren krakeliger und zittriger Handschrift er mondelang zu verzweifeln schien.

    Das oberste Stockwerk ist der private Rückzugsraum des Hausherren MacFóghnan. Es beherbergt eine Sternwarte, sowie einen riesigen Globus von Roha auf dem alle bekannten Kontinente abgebildet sind.


    Die äußeren Verteidigungsanlagen, also das Quadrat welches sich um den zentralen Wohnturm legt, beherbergt im Süden das Eingangstor mit angrenzenden Stallungen, im Westen Küche, Schlachterei und Weinkeller, im Osten die Kammern der Knechte und Mägde. Die meisten Räume, sowie der komplette nördliche Teil werden nicht bewohnt und stehen leer. Meist sind in den Räumen nur abgedeckte Möbel zu finden, teilweise sind sie jedoch auch ganz ausgeräumt.


    Das Gebäude ist zwar gut in Schuss, hat seine besten Zeiten jedoch hinter sich. War der alte Lord angesehen und hatte viele Fürsprecher und Freunde, so kann der verschrobene Sohn und jetzige Hausherr mit seiner noch seltsameren Frau allenfalls einen Schauder und Gänsehaut bei den Leuten hervorrufen. Nur wenige Menschen leben und arbeiten auf dem Gut, sodass es einsam, verlassen und unheimlich wirkt. Die MacFóghnans waren noch nie reich, aber sehr knausrig sodass die heutigen Besitzer hauptsächlich von den Ersparnissen ihrer Vorväter zehren. Das Land ist karg und wirft wenig ab, einzig der Holz- und Pelzhandel spült etwas Gold in die Kassen.


    Der Turm im Wald - Nialls Wohnstätte


    Sollten aufmerksame Besucher jedoch dem kleinen Weg folgen, der noch vor der Lichtung nach links weiter in den Wald hinein abzweigt, so kommt man nach circa fünf minütigem Fußmarsch auf eine kleine Moorbirkenlichtung, die über und über mit Zittergras-Seggen bewachsen ist, welches sich – einem erstarrten grünen Meer gleich – wellenförmig über den Boden legt. Auf der Lichtung selbst steht ein ehemals viergeschossiger Turm, dessen oberstes Stockwerk jedoch komplett fehlt und ihm so das Aussehen eines kaputten Zahnes verleiht. Die Außenwände sind von einem lang zurückliegenden Feuer rußgeschwärzt und auch die Zerstörung des vierten Stocks sowie die pockennarbigen Einschlagmale von Tribokgeschossen sind Zeichen von den Kämpfen in den Kriegswirren um die Herrschaft in Tuathcoille.

    Die dicken Mauern der unteren Geschosse haben jedoch genug Widerstand geleistet, sodass der Turm – entgegen seines Aussehens – tatsächlich noch bewohnt wird. Eine massive eisenbeschlagene Eichentür bildet den Eingang zum Inneren des Turmes. Tritt man durch sie hindurch findet man sich in einem schmalen Vorraum wieder von dem linkerhand eine schneckenförmige Treppe in die oberen Geschosse führt. Die Treppe selbst wird des nachts durch Fackeln erleuchtet und tagsüber dringt nur wenig Licht durch die als Fensterersatz dienenden Schießscharten. Vor sich kann man im Erdgeschoss eine einzelne Tür sehen, die zur Vorrats- und Waffenkammer des Bewohners führt, sowie zu einem kleinen Ziehbrunnen.


    Im ersten Stock, befindet sich die Kleiderkammer, sowie eine ungenutzte zweite Kammer, die ein paar alte Möbel und Gerümpel enthält, die der Bewohner nie wirklich mit Aufmerksamkeit bedacht hat. Fenster finden sich hier nur zwei, die man jedoch nicht öffnen kann. Im zweiten Geschoss befindet sich ein geräumiges Zimmer, welches jedoch nicht viel mehr enthält als einen Waschtisch mit einem angelaufenen Spiegel, einen großen Waschzuber, eine Feuerstelle, um das Wasser für ein Bad erhitzen zu können als auch ein Schrank mit mehreren frischen Tüchern, Verbänden und Leinenbandagen. Ebenso finden sich auf Regalen diverse Tinkturen, Duftwässer, Heil- und Badeöle.


    Der dritte Stock ist die Schlaf- und Wohnkammer des Bewohners und nimmt, wie das darunter liegende Bad, das komplette Stockwerk ein. Ein riesiges Bett linkerhand nimmt einen guten Teil des Zimmers ein. Es ist aus dunklem, fast schwarzem Holz gefertigt und kunstvoll verziert. Die Oberschenkel-dicken Bettpfosten sind wunderschön gedrechselt und zu zwei schlanken, aufrecht sitzenden Wölfen geschnitzt, zu deren Pfoten sich Rosen und Dornen winden. Über dem Bett sorgt eines der beiden Bleiglasfenster für Licht und Luft im Zimmer. Das Fensterglas ist aus verschiedenen bunten Glasstücken zu einer Jagd-Szene zusammengesetzt worden und wirft – sollte die meist recht dicke Wolkendecke tatsächlich einmal für ein paar Sonnenstrahlen aufreißen – farbige Lichtspiele auf das Bett darunter.

    Dem gegenüber rechterhand der Eingangstür befindet sich ein Regal mit diversen Büchern und einem Kandelaber, sowie ein gemütlicher Lesesessel mit einem Schafsfell als wärmende Unterlage. Direkt daneben, auf einem kleinen Schränkchen unter dem anderen Bleiglasfenster (welches als Motiv eine stilisierte Distelblüte zeigt), befinden sich diverse alkoholische Getränke in teuren Kristallflakons als auch die dazugehörigen Gläser. Auf dem Boden halten zwei ausladende Elchhäute die Kälte des Steins zurück. Um die Kälte der Wintermonate zu vertreiben ist genau gegenüber der Eingangstür ein großer offener Kamin in die Wand eingelassen. Die rückwärtige Wand des Brennraumes wird durch einen großen Schamottstein gebildet, auf dem ebenso eine Jagd-Szene eingemeißelt wurde, die allerdings schon so verrußt und verwittert ist, dass man keine Einzelheiten mehr erkennen kann. Um vor Funkenflug zu schützen steht ein kniehoher Metallparavent vor dem Brennraum. Auf dem Kaminsims sind verschieden hohe Kerzen verteilt, die sich zum Teil in Laternen und Leuchten befinden, oftmals jedoch einfach nur mit einem Klecks Wachs direkt auf den Stein geklebt sind.


    Sollte man dem Treppenaufgang weiter folgen, so kommt man an eine recht windschief in den Angeln hängende Tür, durch deren Ritzen es bei Stürmen gespenstisch heult. Sie ist die Tür durch die man auf den obersten Stock kommt, der jedoch keine Wände mehr aufweist und nun gewissermaßen als Balkon dient. Hier sitzt der Bewohner des Turmes manchmal und genießt die Stille und Einsamkeit seines Heimes.



    SC:


    Niall „der Wolf“


    NSC's:


    Lord Alliser MacFóghnan


    Lady Morgause MacFóghnan, geborene NicThanach


    Guthrie MacThavish, Gillie des Lords


    Rhiordan „Säbelbein“ Mullster, Stallmeister und gleichzeitig oberster Gärtner


    Elaine, oberste Magd


    Thaloola, Köchin (Mogbar)