Taresnar

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  • Kurz vor dem Julfest 518


    Sigourny nippt an ihrem Coffea während sie ihren Seemann beobachtet, der sich seinem Frühstück widmet. Er hat die Kranich verkauft! Für sie! Der Gedanke kreist in einer Dauerschleife durch ihren Kopf. Verschiedene Gefühle streiten nach der ersten Euphorie durch ihr Herz: Erleichterung aber auch Schuldgefühle. Wenn sie es richtig verstanden hat, hat ihm der Bau dieses Schifffes in der schwersten Phase seines Lebens Halt gegeben und nun gibt er es auf. Sie schickt ein Stoßgebet zu Göttern, er möge es nicht eines Tages bereuen, die Kranich für sie geopfert zu haben. Gedankenverloren fahren ihre Finger das zarte Blütenband um ihr Handgelenk nach. Könnte sie ihm je nur einen Bruchteil davon zurückgeben, was er ihr in den letzten Siebentagen gegeben hat? Reicht es, sein Hafen zu sein? Sein Leuchtturm? Doch als sich ihre Blicke treffen weiß sie, dass es für den Moment alles ist, was zählt, was nötig ist.


    „Denkst … denkst du es ist heute noch mal Zeit auf den Boden hoch zu steigen?“ Verschmitzt zwinkert sie ihrem Seemann zu. „Nicht dafür … ich meine um noch mal nach einem Kleid zu suchen. Ich werde sicher, egal was wir finden, etwas ändern müssen und dafür brauch ich ein wenig Zeit.“ Wobei … das andere ‚dafür‘ von gestern war trotz der abrupten Unterbrechung durch Kaya nicht zu verachten gewesen. Schnell nimmt sie noch einen Schluck Coffea, um das nun doch ein bischen rot gewordene Näschen zu verstecken.